Sonntag, 20. Mai 2012

Amperspitze, 2687 m

Lohnende Berggipfel-Wanderung zwischen Gsieser- und Antholzertal.

Blick von der Stütze-Alm zu den Dolomiten
Auf den Frisiberger-Almen blühen die Krokusse
Zeitig am Morgen beginnt unsere Bergtour hoch über St. Martin im Gsiesertal beim Karbacherhof, 1425 m. Auf dem breiten Weg wandern wir das Karbachtal talein, vorbei am Gsieser E-Werk und dann bald links hoch zur Leachn-Alm, 1618 m. Links am Wiesenrand weiter empor zu einer Forststraße und dann über die Abkürzung durch den Wald steil bergauf zur Stützealm, 1992 m.

Blick vom Frisiberger Kragen zur Amperspitze
Blick zu Eisatz und Rudlhorn, hinten die Dolomiten
Von der Stützealm wandern wir mit Dolomitenblick links den Höhenweg weiter zur Friedbergalm (Mudler-Alm), 2044 m. Beim Brunnen füllen wir frisches Wasser nach und gehen auf Steig 17 über die weiten Almhänge und später den steilen Bergrücken empor zum kleinen Holzkreuz des Frisiberger Kragen, 2569 m. Mit Blick zu den Dolomiten und unserem Ziel, der Amperspitze rasten wir in der Sonne.

Frisiberger Kragen, der erste Gipfel für heute
Kuhschellen blühen, Blick über unseren Anstiegsgrat
Dann machen wir uns über den Kamm auf zu unserem eigentlichen Gipfel. Auf der Antholzer Seite wandern wir hinüber zum Fuß des Südgrat der Amperspitze und über ihn steil hinauf zum Gipfel. Am aussichtsreichen Amperspitz schauen wir hinüber zum Rammelstein, blicken wir über das Rudlhorn zu den Dolomiten, während über den Karbach-Talschluss der Magerstein in den Himmel ragt.

Amperspitze
Blick in das Antholzertal, hinten der Kronplatz
Für den Abstieg überschreiten wir den Amper und folgen über Geröll, Schrofen und die letzten Schneefelder hinunter ins Ampertörl, 2413 m (Übergang von Gsies nach Antholz). Der Markierung 36 folgen wir bergab zur Samburgalm, 1946 m und dem Talschluss des Karbachtals. Über den Almweg wandern wir angenehm durch das Karbachtal hinaus, vorbei an der Gallfall-Alm und der Leachn-Alm, wo sich unsere Rundwanderung schließt. Nun wieder auf dem Hinweg zurück zum Karbachhof.

Höhenmeter: 1250 m
Gesamtgehzeit: 6,5 Stunden
Einkehr: die Almen sind derzeit noch geschlossen

Im Abstieg vom Gipfel liegen derzeit noch zwei Schneefelder 
Blick von der Samburgalm zum Amper (rechts)

Donnerstag, 17. Mai 2012

Erzlahn

Abschluss-Skitour Erzlahn.

Erzlahn-Scharte
Blick aus der Erzlahn-Scharte
Auch heuer steht als Abschluss-Skitour wieder die Erzlahn auf dem Programm. Die Tourenbeschreibung der Erzlahn ist dieselbe wie letztes Jahr. Heute Abend ist das Wetter wolkenlos, der Schnee wechselt zwischen hartgepresst und Bruchharsch.

Höhenmeter: 900 m
Gehzeit: 2 Stunden im Aufstieg

Bei Sonnenuntergang werden wir am Ziel sein
Blick über den Latemar zum Rosengartenmassiv
Abfahrt durch eine namenlose Rinne

Mittwoch, 16. Mai 2012

Bergner Kreuz, 1847 m

Gipfeltour auf unseren Hausberg, das Bergner Kreuz.

Unser Ziel, das Bergner Kreuz 
Die markanten Felsabstürze vom Bergner Kreuz
Es ist eine Weile her, dass ich über unsere Hausberg-Gipfeltour geschrieben habe. Neulich haben Erika und ich eine Morgen-Wanderung zum Bergner Kreuz unternommen. Oberhalb von Eppan, beim Gasthof Buchwald, 954 m parken wir und wandern über den markierten Steig durch die blühende Wiese und dann steil durch den Wald empor zum Forsthaus Pfaunbodenhütte am Löschweiher, 1230 m.

Blick zu den Fleimstaler Bergen, rechts der Penegal
Lichtspiele über Bozen und den Mitterberg
Nach einem "Kaffee der Natur" am Brunnen nochmals ein Stück durch den Wald und dann in die Kematscharte. Die Kematscharte (Kamin) ist in gutem Zustand. Über einen gut angelegten Weg erreichen wir einen Felsen, der einfach durchgeklettert oder über die Stahlleiter überwunden wird. Weiter in Serpentinen zum Ausgang der Scharte und dann in zehn Minuten (Steig Nr. 547) rechts über den Kamm zum Bergner Kreuz.

Latemar, Zanggen, Schwarz- und Weisshorn
Kematscharte
Die neu errichtete Bank lädt ein, die weite Aussicht zu den Dolomiten zu genießen. Derzeit blüht auf der Bergner Wiese prachtvoll der Enzian. Rückkehr auf dem Anstiegsweg. Alternative Abstiegswege sind der Neue Weg oder die Große Scharte.

Höhenmeter: ca. 900 m
Gesamtgehzeit: 3 Stunden
Einkehr: Gasthof Buchwald am Ausgangspunkt, Grillstelle mit Tisch und Bänken am Bergner Kreuz

Bergner Kreuz mit Dolomitenblick
Der Fahnenbund Berg hat 2011 die Gipfelbank neu errichtet

Sonntag, 13. Mai 2012

Matatzspitze, 2179 m

Steile Frühlingsgipfeltour auf die Matatzspitze im Passeiertal.

Matatzspitz mit Aussicht über das gesamte Passeiertal
Matatzer Wiesen
Auf der Straße, welche von St. Martin im Passeiertal zum Weiler Christl führt, parken wir nahe des Einstiegs in den Meraner Höhenweg. Wir wandern den Meraner Höhenweg Nr. 24 entlang bis kurz vor dem Gasthof Valtelehof, 1100 m. Hier nehmen wir den steilen Waldweg Nr. 7 und erreichen die wunderschönen Matatzer Wiesen. An den Hütten vorbei und wieder steil durch den Wald empor bis wir zu einem Wegkreuz und einer Lichtung mit Hütte gelangen.

Schlussanstieg zur Matatzspitz
Matatzspitze mit Kolbenspitze (links) und Hinterer Seelenkogel
Mit Blick zur Matatzspitze wandern wir die letzten 300 Höhenmeter empor zum Gipfel. Bei weiter Aussicht zur nahen Kolbenspitze, der Hochwart, dem Hinteren Seelenkogel, der gegenüberliegenden Alplerspitze und dem Hirzer genießen wir in der Sonne unsere Gipfelpause. Den Abstieg wählen wir aussichtsreich mit Blick zur Stulser Hochwart und der Hohen Kreuzspitze über den windigen Kamm.

Blick zurück zur Matatzspitz, schneebedeckt die Kolbenspitze
Blick nach Walten
Der Steig 7a bringt uns zunächst vom Matatzspitz hinunter in eine Senke und dann nahezu eben zum Hahnl, 1999 m und wieder leicht absteigend über die blühenden Enzianwiesen "Pfarrer" zur Waldgrenze. Teils steil durch den Wald auf Weg 3 hinunter zur Waalerhütte, 1550 m. Bei Heinl erfrischen wir uns mit einem Radler und Bier und gehen dann über die lichten Lärchenwiesen hinunter zum Weiler Christl, 1029 m und von dort wieder auf dem Meraner Höhenweg zurück zum Auto.

Höhenmeter: 1200 m
Gesamtgehzeit: 6 Stunden
Einkehr: Waalerhütte

Am Kamm unterwegs im Enzianparadies
Schindel trifft Photovoltaik

Samstag, 12. Mai 2012

Lungkofel, 2282 m

Aussichtsreiche Frühlingsgipfelwanderung in Alt-Prags.

Lungkofel-Westwand, Dürrenstein und Hohe Gaisl
Am Gipfel des Alwartstein, auch Almerstein
Heute zeigt sich der Morgen von seiner schönsten Seite. Sattgrüne Wiesen, leuchtender Löwenzahn, die ersten Sonnenstrahlen und hellblauer Himmel - so beginnt meiner heutige Wanderung in Alt-Prags nahe dem Sporthotel. Mit Vogelgesang geht es den breiten Güterweg Nr. 15 vorbei an Heuhütten und dann durch den Wald empor zum Sattel Buchsenriedl, 1803 m.

Putzalm mit dem Alpenhauptkamm
Blick vom Sarlsattel zum Lungkofel
Nun links auf dem schmalen Waldsteig 15a teils steil bergauf zum Allwartstein (Almerstein), 1954 m. Trotz der geringen Höhe ist die weite Aussicht auf die Dolomiten und der Blick ins grüne Pragsertal beeindruckend. Nach einer kurzen Pause kehre ich wieder zurück in den Buchsenriedl-Sattel und gehe weiter zur Putzalm, 1743 m. Von der Alm auf Weg 16 durch den Wald empor und dann ins offene Felsgelände. Im letzten Abschnitt zum Sarlsattel liegt noch Schnee. Am Grat angekommen lädt eine Bank ein, die schöne Aussicht ins Pustertal zu genießen. Hier könnte man auch zum Sarlkofel weitergehen, oder so wie ich, auf der Sonnenseite wieder kurz absteigen und dann auf den Lungkofel aufsteigen.

Kreuz am Lungkofel
Blick zum Sarlkofel, ganz links das Gsieser Tal
Am schönen Holzkreuz des Lungkofels, 2282 m fasziniert das Panorama zum Dürrenstein und der Hohen Gaisl sowie der Blick über die steilen Wände hinunter ins Tal. Abgestiegen bin ich über den Anstiegsweg den Lungkofel-Bergrücken und dann über den Dolomiten-Höhenweg Nr. 33 kurz Richtung Messnerköpfe und gleich rechts, weglos hinunter zu einer verfallenen Hütte. Weiter weglos in Bachnähe sehr steil bergab und dann hinüber zu einer Lichtung mit einem Jägerstand. Von dort wieder durch den Wald weglos hinunter bis man auf eine unmarkierte Forststraße gelangt. Dieser durch den Wald folgen, zum Schluss wieder idyllisch an den Heuhütten vorbei zum Ausgangspunkt.

Höhenmeter: 1000 m
Gesamtgehzeit: 4 Stunden
Einkehr: Putzalm (derzeit noch geschlossen)

Schönste Dolomitenblicke vom Lungkofel
Krokus-Wiesen, dahinter der Dürrenstein und die Hohe Gaisl
Löwenzahnblüte und eine der Heuhütten

Donnerstag, 10. Mai 2012

Marmolada (Nordwand), Punta Penia, 3343 m

Über die Nordwand auf die Königin der Dolomiten.

Aufstieg mit den ersten Sonnenstrahlen
Die Königin der Dolomiten
Klaus und ich starten in Bozen um 4.30 Uhr über den Karerpass zum Fedajapass. Bei der Talstation des alten Korbliftes Pian dei Fiacconi, 2074 m parken wir. Wir tragen unsere Ski fünf Minuten die Skipiste empor, schnallen an und gehen zur Bergstation, 2626 m. Nun queren wir leicht ansteigend rechts bis unter einen großen Felssporn, welche die Nordwand links begrenzt.

Kurz unterhalb der Nordwand
Ausstieg aus der Nordwand
Dann steil in die Flanke unterhalb der Nordwand. Diese mit Skiern bergan bis zu den ersten Felsriegeln. Hier schultern wir die Skier und stapfen mit Steigeisen und Eispickel durch kompakten Schnee zum Gipfel der Marmolada, Punta Penia, 3343 m. Beim mit Steinen gefülltem Eisenkreuz genießen wir ein traumhaft schönes Dolomitenpanorama.

Blick zum Gran Vernel, dahinter Platt- und Langkofel
Gipfelkreuz der Marmolada, Punta Penia
Die Abfahrt wählen wir über die Normalroute, welche links der Nordwand mäßig steil in einen Sattel, 3025 m führt. Von dort steil nach rechts bis unter die Nordwand, wo wir wieder auf unsere Aufstiegsspur treffen. Dieser entlang bis unterhalb des Felssporns und dann abenteuerlich durch den Canaletto. Anschließend fahren wir rechts hinunter ins Val Gran Poz, westlich des Col di Bosc, und von dort queren wir zurück zum Ausgangspunkt.

Höhenmeter: 1250 m (davon ca. 450 m Nordwand, ca. 50°)
Gehzeit: im Aufstieg 3,5 Stunden, Abfahrt 1 Stunde
Einkehr: beim Stausee Bar Diga, unterwegs keine

Blick zurück zum Gletscher der Marmolada
Interessante Abfahrtsvariante durch den Canyon

Sonntag, 6. Mai 2012

Pfunderer Höfeweg

Unterwegs auf der Sonnen- und Schattenseite des Pfunderertals.

Pfau am Stadeldach des Feurerhofs in Pfunders
Pfunderertal, von Streusiedlungen und Einzelhöfen geprägt
Bei wechselhaftem Wetter parken wir bei der Feuerwehrhalle in Pfunders, einem Seitental des Pustertales. Wir gehen die Landstraße ca. 200 m talein und biegen dann rechts zum Obergasserhof ab. Ab hier ist der Höfeweg mit "Pfunderer Höfeweg" gut beschildert. Am historischen Obergasserhof gibt es noch einen alten Backofen, der ein paar Mal im Jahr auch in Betrieb ist. Vorbei am Bauerngarten geht der Rundweg zum Wieserhof weiter, wo derzeit noch die Bauarbeiten der Hofkäserei im Gange sind.

Windfahne mit Blick in den Talschluss
Mairegen macht schön
Nun angenehm durch den Wald weiter und hinunter zur Talstraße. Kurz weiter nach Norden und dann links über die Brücke des Pfunderer Baches. Nach einem Gehöft kommt im Wald das "Wassererlebnis", wo das Wasser ein Holzrad antreibt. Nach einer kurzen Pause wandern wir hoch zum Parthhof mit schönem Bauerngarten und Kornspeicher. Am Futterhaus befindet sich eine Steinplatte mit Zeitleiste, welche über die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse von Pfunders erzählt. Nach einem Abstecher zur Kirche kehren wir zurück zur Zeitleiste und wandern weiter zum Feurerhof, wo das alte Handwerk des Fassbindens praktiziert wird. Hinter dem Bauernhaus, am Waldbrunnen stehen Sagenwürfel, die erneut zum Rasten einladen.

Der Eiskeller vom Feurerhof, ein Naturwunder
Blütezeit am Pfunderer Höfeweg
Der lohnende Abstecher zum Eiskeller nahe dem Feurerhof zeigt uns ein Naturphänomen, das sich nach einem Erdrutsch gebildet hat. Zwischen den Gesteinsblöcken strömt kalte Luft (-4°C) heraus und sorgt für ideale Lagerbedingungen von Nahrungsmitteln. Vom südlichsten Punkt der Wanderung kehren wir nun wieder zurück ins Dorf, wo heute Kirchtag ist. Am Maibaum vorbei wandern wir nun die Schattenseite des Pfunderertales talein. Vorbei an idyllischen Höfen und einer alten Trockenmauer überqueren wir den Lehenbach und erreichen bald den Pichlerhof. Oberhalb des Hofes lädt eine Aussichtsplattform zum Innehalten ein. Hier schweift der Blick über Pfunders und hinüber zur nebelverhangenen Eidechsspitze.

Blick über Pfunders, hinten links die Eidechsspitze
Abwechselnd geht es durch den Wald, auch mit Kindern ein Erlebnis
Am Scherenzaun wandern wir weiter entlang und gelangen in den Wald. Über einige Kehren hinunter, vorbei am "Baumalter erraten" und den "Heilkräuterkreisen" kommen wir zur Dorferhof Kapelle, welche nach einer Lawinenkatastrophe anstelle des Dorfhofes errichtet wurde. Letzte Station ist das Huibn-Haus, wo Edith Marsoner dem Handwerk des Filzens nachgeht. Nun wieder am Obergasser vorbei und hinunter zum Ausgangspunkt der Höferundwanderung.

Höhenmeter: gering
Länge: 7 km
Gesamtgehzeit: 2.5 Stunden

Einblick in den Alltag der Bergbauern
Der Höfeweg führt an neuen und alten Bauernhöfen vorbei

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